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Lob und Kritik am Kita-Bedarfsplan

| Aktuelles 

Anhand der Geburtenstatistik ermittelt die Stadtverwaltung jährlich den Bedarf an Krippen und Kindergartenplätzen für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren in und stellt den Kindertagesstättenbedarfsplan auf. Wie jedes Jahr wurde der dieser im Kultur- und Sozialausschuss (KSA) vorberaten und im Gemeinderat am 22. Juni beschlossen.

Hier liest du unsere Positionen:

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Verwaltung das Stadtgebiet in zwölf Sozialräume aufgeteilt hat. Damit ist ein wichtiger Schritt hin zu einer deutlich differenzierteren und realitätsnäheren Bedarfsplanung gemacht worden. Statt einer pauschalen Betrachtung der gesamten Stadt kann künftig gezielter analysiert werden, wo konkret Kitaplätze fehlen, wo Angebote gut funktionieren und wo nachgesteuert werden muss. Das ist ein Gewinn für die Familien vor Ort, weil Planung damit näher an den tatsächlichen Lebensrealitäten in den Stadtteilen erfolgt.

Wir sehen positiv, dass die umfangreichen freiwilligen Leistungen der Zeppelin-Stiftung trotz der angespannten Haushaltslage in voller Höhe weitergeführt werden. Diese Leistungen sind kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Baustein für die Qualität unserer Kitas. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Freistellungen der Kita-Leitungen, Sprachförderprogramme für die Kinder sowie Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Sie ermöglichen eine pädagogische Qualität, die deutlich über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgeht.

Kritisch sehen wir weiterhin, dass die Höchstgruppenstärke unverändert bestehen bleibt. Gerade mit Blick auf die pädagogische Qualität und die hohe Belastung der Fachkräfte ist das eine Daueraufgabe, bei der wir weitere Verbesserungen für dringend notwendig halten. Unser angestrebtes Ziel ist weiterhin die Regelgruppenstärke.

Wir unterstützen die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze im U3- und Ü3-Bereich weiterhin. Der bestehende Bedarf ist in vielen Stadtteilen weiterhin nachweislich hoch und muss bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Wir begrüßen und unterstützen, dass frühkindliche Bildung stärker in den Mittelpunkt rückt. Dieser Bildungsauftrag muss sich nicht nur in der täglichen Arbeit der Einrichtungen widerspiegeln, sondern auch im Kita-Bedarfsplan selbst deutlicher verankert werden. Wir sehen frühkindliche Bildung als entscheidende Grundlage für gleiche Bildungschancen und gelingende Teilhabe von Anfang an.

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Der Kindergarten St. Nikolaus ist eine der Kindertagesstätten in Friedrichshafen.