„Diese Elterntaxis gefährden nicht nur die Schulkinder, sondern sorgen im Umfeld der Schulen zudem für Stau, Lärm und Luftverschmutzung“, weiß Fraktionsvorsitzende Christine Heimpel aus eigener Erfahrung. Andernorts wurden deshalb mittlerweile sogenannte Schulstraßen“ ausgewiesen.
Schulstraßen sind Straßen, die zu den Schulanfangszeiten und Schulendzeiten für den privaten Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden, um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zu erhöhen. Anwohnerinnen und Anwohner, Pflegedienste oder Fahrzeuge für Kinder mit Behinderungen dürfen die Straße dann trotzdem mit einer Ausnahmegenehmigung befahren. Zu den Schulstraßen gehört auch eine „Kiss & Go“-Zone. In dieser Haltezone können sich die Eltern von ihren Kindern verabschieden und sie aussteigen lassen. „Ein- bis zweihundert Meter Fußweg darf man jedem Kind zumuten“, finden die Grünen Fraktionsmitglieder.
Für Christine Heimpel, von Haus aus Erzieherin, hat die Ausweisung von Schulstraßen und der Fußweg zur Schule einen weiteren positiven Aspekt. „Die Kinder lernen, ihre Umgebung wahrzunehmen und sich zu orientieren. Beides ist ganz wichtig für eine positive kindliche Entwicklung.“
Die Grünen-Fraktion beantragt einen Maßnahmenplan zur Umsetzung von Schulstraßen spätestens zu Beginn des Schuljahres 2026/2027. Die Priorität soll dabei zunächst auf Grundschulen liegen. Das Land Baden-Württemberg bietet mit dem Förderprogramm „MOVERS – Aktiv zur Schule“ Finanzierungs- und Beratungsunterstützung an, sodass sich die Kosten für die Stadt im Rahmen halten. Mittlerweile hat das Land mit einem neuen Erlass auch die rechtliche Grundlage zur rechtssicheren Umsetzung von Schulstraßen und Schulzonen aufgelegt.
